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Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 20:21 Uhr

Gestaltungskritererien für Außenflächen und

Auswahl der Spielangebote

2.1 Allgemeine Hinweise

Die Bewegungsflächen und die Spielplatzgeräte

sollen für die vorgesehene Altersgruppe geeignet

sein. Die Altersangaben in den Prospektunterlagen

der Anbieter geben entsprechende Hinweise. Bei

Spielangeboten in Kinderkrippen und -gärten ist

daran zu denken, dass im Bedarfsfall Hilfestellung

gegeben werden kann. Besondere Gefährdungen für

Krippenkinder sind zu vermeiden, z.B. durch

Beschaffung von Spielplatzgeräten entsprechend

DIN EN 1176-1 ohne deutsche A-Abweichung.

Die Angebote sollen die unterschiedlichen Spiel-

und Bewegungsbedürfnisse der Nutzer

berücksichtigen. Mehrere kleinere Angebote sind

immer einer einzelnen Großanlage vorzuziehen, um

das Geschehen zu entflechten.


Beim Kauf von in Serie gefertigten Spielplatzgeräten

sollte darauf geachtet werden, dass diese mit dem

Zeichen „GS“ =„Geprüfte Sicherheit“ versehen sind.


Geräte in Eigenbau erfordern in vielen Fällen

spezielle Kenntnisse der ausführenden Person,

sodass sie unter Hinzuziehung qualifizierter

 


Sachkundiger (z. B. Hersteller, Handwerker,

Fachkräfte für Arbeitssicherheit etc.) geplant

und errichtetwerden sollten. Bei der Gestaltung

der Flächen und der Anordnung der Spielplatz-

geräte ist an folgende Gesichtspunkte zu

denken:

Einsehbarkeit von Spielbereichen im Hinblick auf

die Aufsichtsführung, kein Anordnen von

Spielplatzgeräten im Bereich von Haupt-

laufrichtungen, Wege für Wartungsarbeiten

und Rettungsfahrzeuge sind freigehalten.

Generell sollten Außenanlagen in Bereiche

eingeteilt werden, z. B. Ruhe-, Lauf- und

Spielzonen mit Rasenflächen, Sand- und

Ballspielbereiche, Flächen für Spielplatzgeräte.


Mit der dadurch erzielten Entflechtung kann

Aggressivität und Gewalt und damit das

Unfallgeschehen reduziert werden. Die

unterschiedlichen Aktivitäten benötigen jedoch

entsprechende Freiräume, damit es nicht zu

gegenseitigen Gefährdungen kommt. Für

Bewegungsbaustellen oder das Arbeiten mit

losen Spiel- oder Baumaterialien sind neben

ausgewählten Materialien auch entsprechende

Flächenangebote für die Lagerung und das

eigentliche Spielangebot zur Verfügung zu

stellen und auf vorgegebene Bereiche zu

begrenzen.

In den Außenspielflächen von Kindertages- einrichtungen und Schulen ist auf folgende Pflanzenarten zu verzichten:


Pfaffenhütchen (Euonymus europaea), Seidelbast (Daphne mezereum),

Stechpalme (Ilex aquifolium), Goldregen (Laburnum anagyroides).


 

 

 

 

 

2.2 Grundsätze, Normen

Sicherheitstechnische Aussagen zu Spielplatzgeräten sind in DIN EN 1176 „Spielplatzgeräte und Spielplatzböden“ enthalten.

Die Ausführungen dieser Broschüre beziehen sich nicht auf Geräte, die nach DIN EN 71 „Sicherheit von Spielzeug“ erstellt wurden und die nur für den häuslichen Bereich geeignet sind.

Diese Geräte sind auf Grund der Materialwahl und/ oder der Bauausführung nicht für den intensiven Alltagsbetrieb in Kindertageseinrichtungen und Schulen geeignet.

Weitere sicherheitstechnische Hinweise zu Spielplatzgeräten sind z. B. in DIN 18 034 „Spielplätze und Freiräume zum Spielen; Anforderungen und Hinweise für die Planung und den Betrieb“ und in DIN 33 942 „Barrierefreie Spielplatzgeräte“ aufgeführt.


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