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Sonntag, den 23. Mai 2010 um 19:54 Uhr

4. Bodenmaterial im Fallbereich von Spielplatzgeräten


4.1 Mindestmaße des Fallraums

Bis 0,60 m freie Fallhöhe ergeben sich keine Anforderungen

an den Fallraum im eigentlichen Sinn. Der Raum ist jedoch frei

von Hindernissen und Gegenständen zu halten, auf die man

beim Fallen auftreffen kann.

 


Für freie Fallhöhen von 0,60 m bis 1,50 m beträgt das Maß

des Fallraums 1,50 m.

Ab Fallhöhen von 1,50 m kann das Maß nach folgender

Formel bestimmt werden:

Länge der Aufprallfläche (m) = (2/3 der freien Fallhöhe) + 0,5


Beispiele:

Fallhöhe (m)


1,50


1,80


2,10


2,40


2,70


3,00

Länge der Aufprallfläche (m) 1,50 1,70 1,90 2,10 2,30 2,50

Hinweis: Die Fallräume der Spielplatzgeräte dürfen sich überschneiden; ausgenommen bei sich

..............drehenden oder schwingenden Geräten oder Geräteteilen.

 

 

 

4.2 Bodenmaterial

nach Tabelle F.1 DIN EN 1176-1:

Bis 0,60 m Fallhöhe sind alle Böden, auch die aus Stein, Beton und Bitumen erlaubt. Diese Böden sind jedoch für viele Aktivitäten nicht empfehlenswert.

Bis 1,00 m Fallhöhe ist Oberboden (Naturboden) zulässig.

Bis 1,50 m Fallhöhe kann Rasen verwendet werden. Rasen muss auch bei intensiver Nutzung dauerhaft vorhanden sein.

Ab 1,50 m Fallhöhe sind Bodenmaterialien mit stoßdämpfenden Eigenschaften zu verwenden.


Dies sind folgende Materialien:

Holzschnitzel (Korngröße 5 mm bis 30 mm), Rindenmulch (Korngröße 20 mm bis 80 mm), Sand

gewaschen (Korngröße 0,2 mm bis 2 mm), Kies, rund und gewaschen (Korngröße 2 mm bis 8 mm),

synthetischer Fallschutz (Fallschutzplatten u. Ä., geprüft nach DIN EN 1177). Hinweis: Die Schichtdicke

bei losen Bodenmaterialien ergibt sich bei Fallhöhen bis 2 m aus mindestens 20 cm und bei Fallhöhen bis

3 m aus mindestens 30 cm plus jeweils 10 cm Zuschlag für Wegspiel- und Verdichtungseffekte.

 

 

4.3 Freie Fallhöhen an Geräten

Freie Fallhöhe ist nicht gleich Gerätehöhe. Bei den freien Fallhöhen handelt es sich um den größten

lotrechten Abstand von der eindeutig beabsichtigten Körperunterstützung zur darunter liegenden

Aufprallfläche.


Beispiele:

die Höhe der Standfläche (z. B. Oberkante Podest), die Höhe der Sitzfläche (z. B. bei Wippen,

Schaukeln – hier jedoch bei 60° Auslenkung gemessen), die Griffhöhe (z. B. bei Reckstangen),

bei der Nutzung einer Rutschstange wird das Maß von der maximalen Höhe der Handgrifffläche

minus 1 m zur Fläche darunter bestimmt (wirkliche Fallhöhe).

 

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